Marbach: Schillers Geburtsstadt und ihre vier Stadtteile
Friedrich Schiller kam 1759 in Marbach zur Welt. Sein Geburtshaus in der Niklastorstraße gehört seit 1857 der Stadt und ist seit 1859 ein Museum. Seit Januar 2022 trägt Marbach offiziell den Zusatz „Schillerstadt“. Die Altstadt liegt am Südhang des Strenzelbachtals oberhalb des Neckars. Auf drei Seiten umschließt sie die Stadtmauer, seit 1983 steht sie als Gesamtanlage unter Denkmalschutz. Dazu gehören der besteigbare Obere Torturm, die Marktstraße mit dem Rathaus von 1760–63 und die spätgotische Alexanderkirche.
Auf der Schillerhöhe südlich der Altstadt stehen das Schiller-Nationalmuseum (1903), das Deutsche Literaturarchiv Marbach (1955) und das Literaturmuseum der Moderne (2006), dazu das Schillerdenkmal von 1876. Auch das erweiterte Geburtshaus des Astronomen Tobias Mayer ist heute Museum. Rund um den 10. November finden die Schillerwochen statt. Unterhalb der Altstadt legen die Schiffe der Neckar-Personenschifffahrt an. Weinberge werden 1304 erstmals erwähnt; heute bewirtschaftet die Weinbaugenossenschaft Marbach und Umgebung 74 Hektar, zu 70 Prozent mit Trollinger.
Zum 31.12.2025 hatte Marbach 15.348 Einwohner. Die Stadt nennt vier Stadtteile. In der Kernstadt entstanden nach 1950 Siedlungen beiderseits der Erdmannhäuser Straße, später das Neubaugebiet Kirchenweinberg Nord oberhalb der Bahn. Das Hörnle, südlich durch den Eichgraben abgesetzt, wurde ab 1957 vor allem für Heimatvertriebene und junge Familien gebaut. Siegelhausen ist ein landwirtschaftlich geprägter Weiler im Tal des Strombachs ohne Busanschluss. Rielingshausen liegt räumlich getrennt auf einer Anhöhe zwischen Murr und Hardtwald und gehört seit 1972 zur Stadt.
Vom Bahnhof Marbach (Neckar) fährt die S4 im 30-Minuten-Takt, in den Hauptverkehrszeiten alle 15 Minuten. Die Fahrzeit bis Stuttgart Hbf gibt Wikipedia mit 27 Minuten an. Eine Straßenbrücke über den Neckar gibt es bei Marbach nicht, zur A 81 geht es über die Anschlussstelle Pleidelsheim. Im Schulzentrum an der Schulstraße liegen das Friedrich-Schiller-Gymnasium, die Anne-Frank-Realschule und die Tobias-Mayer-Gemeinschaftsschule. Grundschulen gibt es in der Kernerstraße und in Rielingshausen, außerdem die Freie Schule Christophine.
In Rielingshausen wächst am nordwestlichen Ortsrand das Baugebiet Keltergrund, dort wo früher eine Gärtnerei war. Die Vermarktung der Bauplätze begann laut Stuttgarter Zeitung im Februar 2026. Wer die Zahlen zu Marbach liest, sieht also sehr verschiedene Lagen in einer Auswertung: Häuser in der denkmalgeschützten Altstadt, die Siedlung im Hörnle und Neubau in Rielingshausen. Vergleichswerte der Nachbarn finden Sie für Benningen und Pleidelsheim.
Was die Zahlen zeigen
Häuser und Wohnungen wurden in Marbach am Neckar in den letzten 12 Monaten zu ähnlichen Quadratmeterpreisen angeboten: im Median 3.769 €/m² und 3.803 €/m². Das Angebot in Marbach am Neckar bestand überwiegend aus Wohnungen (247); Häuser kamen auf 167 Angebote. 11 der 14 Orte unserer Übersicht hatten bei Wohnungen einen höheren mittleren Angebotspreis als Marbach am Neckar. Verglichen mit den nächstgelegenen Orten unserer Übersicht wurden Häuser in Marbach am Neckar im Median niedriger als in Benningen am Neckar, Pleidelsheim und Freiberg am Neckar angeboten. Bis ein Angebot für Wohnungen in Marbach am Neckar wieder aus dem Netz verschwand, vergingen im Median 60 Tage – länger als im Mittel unserer 14 Orte (54 Tage). In den drei Monaten Juli bis September 2026 lagen die mittleren Angebotspreise in Marbach am Neckar für Häuser rund 7 % höher und für Wohnungen rund 6 % niedriger als Oktober bis Dezember 2025. Ein Blick auf die Nachbarschaft: Wohnungen wurden in Marbach am Neckar im Median niedriger als in Benningen am Neckar, Pleidelsheim und Freiberg am Neckar angeboten. Am höchsten lag der mittlere Angebotspreis für Wohnungen in Marbach am Neckar im November 2025 (4.407 €/m²), am niedrigsten im September 2026 (3.863 €/m²).